Häufig gestellte Fragen

Chiropraktik ist eine Handgrifftechnik zur Wiederherstellung oder Verbesserung der Beweglichkeit von Gelenken an der Wirbelsäule, an Armen und Beinen sowie Rippen, durch eine rasche, zielgerichtete Bewegung.

Bei der Behandlung können Beeinträchtigungen der Beweglichkeit und daraus entstehende Verkrampfungen der Muskeln sowie Schmerzen gelindert oder behoben werden. Das Gleiten der Gelenkflächen und ihre Funktion wieder herzustellen, das Gefäßsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen, bestimmte Nerven zu stimulieren, einen Reflex auszulösen, also eine Nervenerregung von peripheren Nervenbahnen zum ZNS zu leiten, Verwachsungen im Bereich der Gewebe, die das Gelenk blockieren, zu lösen.

Chiropraktik arbeitet langfristig und präventiv. Sie orientiert sich am perfekten Zusammenspiel zwischen Körper und Nervensystem, um Fortschritte zu bewahren. Selbst bei häufiger Anwendung werden Gelenke, Bänder und Sehnen nicht instabil oder verlieren ihre Funktion, da sie meist aus einer Fehlstellung in die natürliche Normalstellung zurückgebracht werden, nie jedoch umgekehrt.

Nein. Eingerenkt kann nur werden, was ausgerenkt ist! Wie zum Beispiel ein Schultergelenk. Dabei spricht man auch oft vom „auskugeln“. Ein tatsächlich ausgerenktes Gelenk ist etwas völlig anderes und kann ein medizinischer Notfall sein.

Bei der Chiropraktik werden Gelenke gezielt und mit speziellen Techniken justiert, um ihre normale Beweglichkeit wieder herzustellen oder präventiv zu verbessern. Unter Einsatz der Hände werden sanfte Impulse auf die Wirbelsäule, das Becken und die Extremitäten übertragen, um eine korrekte biomechanische Funktion gewährleisten zu können. Der Fachbegriff dafür lautet „Justieren“ (aus dem englischen: adjust/adjustment)

Beide arbeiten mit manuellen Techniken. Chiropraktik konzentriert sich vorwiegend auf Behebung und Korrektur von Fehlstellungen fester Strukturen, wie Wirbelsäule, Becken, Gelenke mit dem Zusammenspiel von Muskulatur, Sehnen und Bändern.

Osteopathie betrachtet den Körper häufig umfassender und ganzheitlicher. Auch hier gibt es Behandlungsbereiche die sanft korrigieren, drainagieren oder organbeeinflussend wirken. 

In der Praxis gibt es allerdings große Überschneidungen – entscheidend sind letztlich die Ausbildung und Arbeitsweise des jeweiligen Therapeuten.

Eine im Volksmund bezeichnete Blockade wird in der Chiropraktik als Läsion oder Fehlstellung benannt und bedeutet, dass sich ein Gelenk nicht mehr normal bewegen lässt. Dadurch können umliegende Muskeln, Bänder und andere Gelenke stärker belastet werden. Das kann zu Verspannungen, Fehlhaltungen und Schmerzen führen.

Beim chiropraktischen Justieren entsteht im Gelenk ein Unterdruck. Dabei bilden bzw. verändern sich Gasblasen in der Gelenkflüssigkeit – das kann das typische Knackgeräusch beim Lösen der Fehlstellung verursachen. 

Das Geräusch bedeutet nicht, dass ein Knochen „wieder eingerenkt“ wird.

Nein. Das Gegenteil ist hier der Fall. Zum Beispiel können Gelenke durch regelmäßige Behandlung in ihrer Stabilität gestärkt werden, da Bänder, Sehnen und Muskulatur durch den Reiz, der ausgelöst wird bzw. die Korrektur der Fehlstellung, die erreicht wird, einen Erinnerungseffekt projizieren, welcher in Belastungsphasen das Gelenk wiederum stabiler macht, so dass im Körper – je nach Ursachen der Fehlstellungen – künftig „weniger“ Korrektur notwendig sein kann.  

Überbewegliche oder instabile Gelenke (z.B. Gleitwirbel) sollten nicht justiert, sondern durch Übungen muskulär stabilisiert werden.

Unsere Praxis behandelt Patienten unterschiedlichen Alters. Es gibt jedoch Situationen, in denen eine Behandlung nicht sinnvoll ist, beispielsweise bei bestimmten Verletzungen, nach Operationen oder Erkrankungen im Bewegungsapparat, chronische Erkrankungen oder bestimmte Autoimmunerkrankungen. Auch spielen hierbei spezielle Medikationen eine Rolle und dabei sollte vorab eine ausführliche, ehrliche Anamnese erfolgen, ggf. eine ärztliche Abklärung. Nur so können optimale Behandlungserfolge erzielt und Risiken bestmöglich minimiert werden.

Hier finden Sie eine Auflistung einiger Beschwerdemuster, in der eine Behandlung sinnvoll sein kann:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Schwindel
  • Tinnitus (aufgrund von Funktionsstörungen der oberen Halswirbelsäule)
  • akute sowie chronische Nackenschmerzen mit reduzierter Bewegungsfreiheit
  • Schiefhals (Tortikollis)
  • ausstrahlende Schmerzen in die Schultern, die Arme, sowie „einschlafen“ der Arme/Hände
  • Kiefergelenksstörungen
  • Pseudoangina Pectoris (Symptome in Herzgegend ohne organische Erkrankung des Herzens)
  • Blockierungen und Verspannungen im gesamten Rücken
  • Tennis- und Golferellenbogen
  • Karpaltunnelsyndrom (Einengung des Nervus Medianus)
  • ISG-Syndrom (Iliosakralgelenk-Syndrom)
  • Ischias/ „Hexenschuss“
  • Hüftgelenksbeschwerden
  • haltungsbedingte Schäden

Ja. Je länger und komplexer ein Problem besteht, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein paar Nebenwirkungen auftreten können. Durch die Behandlung an den verschiedenen Körperstrukturen, beeinflusst man demzufolge auch die Statik. Durch die damit zusätzlich verbundene Einwirkung auf vegetative Nervenstrukturen, können vorübergehend Muskelkater, Kopfschmerzen, stärkere Verspannungen oder leichte Schmerzen auftreten. Vegetative Symptome zeigen sich zum Beispiel als Schwitzen oder Frieren.

Die Behandlung hängt immer vom individuellen Problem, dessen Schwere und Dauer ab. Auch der eigene berufliche und alltägliche Einfluss von wiederkehrenden Verhaltensweisen spielen dabei eine große Rolle. 

Präventiv können durch gezielte Bewegungsübungen und Alltagsanpassungen Behandlungserfolge positiv unterstützt werden.

Ersttermin / Neupatient (Erstgespräch bzw. Anamnese/ Untersuchung/ Behandlung/ ggf. kurze fasziale Nachbehandlung/ Beratung): ca. 45–60 Minuten

Folgetermin(e): ca. 20–30 Minuten

Vor dem ersten Termin bitten wir Sie unsere geforderten Unterlagen (Anamnesebogen/ Behandlungsvertrag/ Patientenaufklärung/ Datenschutz), die Sie auf unserer Internetseite einsehen und downloaden können, zur Kenntnis zu nehmen und vorab an uns zu senden bzw. zum ersten Termin mitzubringen. (Dokumente sind im Bereich „Download“ – ganz unten zu finden)

Zusätzlich sollten vorhandene Befunde und Bilder zum Behandlungstermin mitgebracht werden. Außerdem empfehlen wir, ein Handtuch sowie kurze, engere bzw. sportliche Kleidung.

  • ein paar Minuten spazieren
  • keine schweren Taschen tragen, keine Umhängetaschen oder schwere Rucksäcke
  • ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Nahrungsaufnahme
  • keine Krafttrainings oder übermässige sportliche Anstrengung
  • empfohlenen Übungen und Haltungstipps beachten

Unsere Praxis ist eine Privatpraxis. Behandlungen die am jeweiligen Tag in Anspruch genommen werden, sind vor Ort zu bezahlen. Ihnen wird eine entsprechende Rechnung ausgestellt.

Private Krankenversicherungen und Beihilfe übernehmen für Chiropraktik/Osteopathie die Kosten häufig, eine vollständige Erstattung ist aber nicht immer garantiert. Gesetzlich Versicherte sollten vorher direkt bei ihrer jeweiligen Krankenkasse nachfragen, wie hoch die Kostenunterstützung für welche Leistungen ist.

Für Behandlungen im Naturheilkundebereich können Kosten je nach Krankenkasse erstattet oder unterstützt werden. Erfragen Sie auch dies bei Ihrer Krankenkasse.

Nein, nicht zwingend erforderlich. Für die Durchführung einer chiropraktischen/ osteopathischen Behandlung in unserer Praxis ist kein Rezept erforderlich. Für die Beantragung eines Zuschusses oder einer Kostenerstattung durch Ihre Krankenkasse kann jedoch ggf. eine ärztliche Verordnung erforderlich sein. Bitte informieren Sie sich hierzu vorab bei Ihrer Krankenkasse über die jeweiligen Voraussetzungen. 

(Da es sich um Privatleistungen handelt, bestehen keine Unterschiede zwischen gesetzlich und privat versicherten Patienten)

Rechnungen sind grundsätzlich am jeweiligen Behandlungstag vor Ort zu begleichen und können in bar oder per EC-Karte gezahlt werden.

Das Wichtigste in einem Satz

Chiropraktik soll eingeschränkte Gelenkbewegungen verbessern, dadurch den Bewegungsapparat entlasten und Beschwerden reduzieren – wobei eine gezielte Untersuchung und ausführliche Anamnese wichtig ist, um festzustellen, was behandelt werden sollte und wann eine ärztliche Abklärung notwendig ist.

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